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Ordnung im Kinderzimmer: So lernen Kinder Aufräumen


Kinder müssen lernen, sich und ihre Umwelt zu organisieren. Mit unseren Tipps und Aufräumspielen könnt ihr ihnen helfen.


Wir kennen es alle: Am Abend liegen Kleidungsstücke und Spielsachen überall verstreut auf dem Fußboden im Kinderzimmer herum und für den Weg zum Bett müsste man eigentlich fliegen können. Warum tun sich Kinder nur so schwer mit der lieben Ordnung und wie könnt ihr verhindern, dass sich daraus ein Streitthema entwickelt?
 

Für Kleinkinder ist Chaos normal
In den ersten Lebensjahren sind Kinder voll damit beschäftigt, in einer verwirrenden Welt Strukturen zu erkennen und nachzuahmen. Die Welt ist chaotisch und daran ist für sie nichts ungewöhnlich. Bevor Kinder aufräumen können, müssen sie zunächst viele physikalische Phänomene verstehen. Das tun sie spielerisch mit Spaß und Ausdauer. Wenn Kleinkinder eckige Klötze in eckige Löcher oder runde Klötze in runde Löcher stecken, experimentieren sie zum Beispiel mit dem Prinzip des Sortierens gleicher Dinge. Genau dieser Lernprozess unterstützt die spätere Fähigkeit, Ordnung zu halten. Denn das Sortieren nach Farbe, Form, Größe oder Zweck kann man auf Alltagsgegenstände und Spielsachen übertragen. Beim Aufräumen geht es aber auch um den Sinn. Damit ein Kind Verständnis für die Vorteile von Ordnung aufbringen kann, muss es über sprachliche und kognitive Fähigkeiten verfügen.  


Sieben Tipps zum Aufräumen

Wir haben euch ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr es euch und euren Kindern leichter machen könnt, Ordnung zu halten.

  1. Jedes Ding hat seinen Platz Diesen Spruch könnt ihr wirklich beherzigen. Achtet bei der Gestaltung des Kinderzimmers darauf, dass euer Kind selbstständig an Schrank, Regal oder Boxen herankommt. Wenn ihr Schubladen oder Boxen mit Bildetiketten verseht, helft ihr eurem Kind bei der Zuordnung seiner Sachen.

  2. Klare Kommunikation Kleinkinder verstehen die Aufforderung „Bitte räum dein Zimmer auf“ noch nicht, das ist zu abstrakt. Wenn ihr euren Liebling aber bittet, die Puppensachen in eine Box zu legen oder die Bücher in ein Regal zu stellen, kann er damit etwas anfangen. Hilfreich können dabei auch lustige Aufräumspiele sein. So lässt sich der oft unbezwingbar scheinende Spielzeugberg in kleine, schnell zu erledigende Teilaufgaben aufteilen.'

  3. Mitbestimmen lassen Erwachsene und Kinder haben ein unterschiedliches Verständnis von Ordnung. Damit das Aufräum-Dilemma nicht euren Familienfrieden stört, lasst eurem Kind einen gewissen Freiraum, mit dem ihr leben könnt: Was nicht mehr gebraucht wird, wird abends weggeräumt, womit am nächsten Tag weitergespielt wird, darf stehen bleiben. Und lasst euer Kind mitentscheiden, wo seine Dinge aufbewahrt werden.

  4. Liebevolles Teamwork Kleinkinder schaffen es noch nicht allein, Ordnung zu halten. Helft euerm Schatz beim Aufräumen und vermittelt ihm das Gefühl, dass er das kann und dass Aufräumen zu den täglichen Ritualen gehört wie Zähneputzen. Probiert doch mal ein lustiges Aufräumspiel, dann kommt bei aller Pflicht auch der Spaßfaktor nicht zu kurz. Zu guter Letzt: Bleibt gelassen, wenn sich euer Kind verzettelt! Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bis eure Kinder euren Ordnungssinn haben, vergehen Jahre.

  5. Regelmäßig ausmisten Sortiert regelmäßig Spielzeug und Kleidung aus, die nicht mehr gebraucht werden. Ihr könnt auch phasenweise Spielsachen in einer Abstellkammer oder im Keller lagern, die euer Kind später wiederentdecken kann. Oder spendet, was nicht mehr benötigt wird, für einen guten Zweck. So bleibt die Menge der Spielsachen und Dinge im Kinderzimmer für euer Kind überschaubar und das Aufräumen wird einfacher.

  6. Nie als Strafe einsetzen Aufräumen sollte weder als Strafe eingesetzt, noch sollte es belohnt werden. Aufräumen ist eine Notwendigkeit, die das Leben leichter macht.

  7. Vorbild sein Als Eltern seid ihr Vorbilder. Wie ordentlich euer Kind wird, hängt auch davon ab, wie sauber und aufgeräumt ihr die anderen Räume in der Wohnung haltet.
 

Sechs Aufräumspiele

Mit Humor, Spiel und Spaß lassen sich so manche Alltagsprobleme leichter lösen. Probiert doch mal diese Aufräum-Spiele aus:

  1. Aufräum-Stopp-Tanz Kinder lieben Stopp-Tanz. Neue Regel ─ wenn die Stopptaste gedrückt wird, werden fünf Dinge aufgeräumt.

  2. Aufräumen nach Farben Erst werden alle roten, dann die grünen Dinge einsortiert. Von welcher Farbe hat euer Kind am meisten Spielsachen?

  3. Lostopf-Memo Ihr malt Aufgaben-Bildchen wie „Auto + Kiste", „Pulli + Wäschekorb", „Malstifte + Schublade" und so weiter auf Zettel. Die Zettel kommen in einen Lostopf. Abwechselnd zieht ihr die Aufgaben.

  4. Würfeln und zählen Jeder räumt so viele Dinge auf, wie er gewürfelt hat.

  5. Tastsinn fördern Bei diesem Ratespiel legt ihr eine Decke über das Spielzeug. Reihum versucht ihr, das Spielzeug zu ertasten. Wer erraten hat, was es ist, räumt es weg.

  6. Eltern-Kind-Challenge: Mit sportlichem Ehrgeiz lassen sich viele Kinder motivieren. Jeder bekommt einen Gegenstand in die Hand. Auf die Plätze, fertig, los! Wer räumt schneller auf?
 

Extratipp: Kuscheltiere aufräumen

Kuscheltiere sind ganz besondere Spielsachen, die meistens im Bett, aber auch in Schränken und Kisten oder in Puppenbettchen und -wagen untergebracht werden. Je nachdem, wie viele Kuscheltiere sich im Kinderzimmer befinden und wie groß sie sind, nehmen sie recht viel Platz ein. Platzsparend und dekorativ zur Aufbewahrung von Kuscheltieren sind zum Beispiel kleine Wandregale, Schaukeln, Textilkörbchen, Hängematten oder Schaukeln. So bekommen die Kuschelfreunde ein schönes und greifbares Zuhause. Und gerade Kleinkinder fällt es leichter den richtigen Platz für Hase, Pferd, Löwe und Co. zu finden.

Autor: sigikid
Elternschaft ist ein Abenteuer. Es ist nicht nur anstrengender und herausfordernder als man sich je vorher als kinderloses Paar hätte vorstellen können - sondern auch erfüllender, glücklicher und Lachen-ins-Herz-zaubernder. Mit unseren Blogs möchten wir Eltern da begegnen, wo sie stehen – mitten im prallen Familienleben – und sie an das Wundervolle erinnern, das ihnen dort tagtäglich begegnet.